Ein Holzzaun verliert nach einigen Jahreszeiten an Farbe, reißt in der Sonne und verrottet durch Feuchtigkeit. Er muss jedes Jahr imprägniert und nach einem Jahrzehnt ausgetauscht werden. Es gibt jedoch ein Material, das genauso gut aussieht, keinerlei Pflege benötigt und mehrere Jahrzehnte ohne sichtbare Alterungserscheinungen hält. Dabei handelt es sich um Recycling-Dielen – bei 100% aus wiederaufbereitetem Industriekunststoff.
Inhaltsverzeichnis:
1. Warum ein Holzzaun mit der Zeit verliert
2. Was Recyclingbretter unverwüstlich macht
3. Welche Bretter und Pfosten für den Zaun wählen
4. Montage eines Zauns aus Recyclingbrettern
5. Was kostet ein Zaun, den man nicht erneuern muss
Warum ein Holzzaun mit der Zeit verliert
Holz ist ein natürliches Material, was bedeutet, dass es natürlichen Zersetzungsprozessen unterliegt. Feuchtigkeit dringt in die Faserstruktur ein, gefriert im Winter und sprengt das Holz von innen heraus. Im Sommer trocknet die Sonne die Oberfläche aus und verursacht Risse und Verformungen. Hinzu kommen Insekten, Pilze und Schimmel.
Das Ergebnis? Selbst gut imprägnierte Kiefernzäune müssen alle 1-2 Jahre erneut gepflegt werden. Die Kosten summieren sich, und das Aussehen kehrt ohnehin nicht in den Ursprungszustand zurück. Exotisches Holz hält etwas länger, ist aber ein Vielfaches teurer – und am Ende unterliegt es doch denselben Prozessen.
Was Recyclingbretter unverwüstlich macht
Ecoplank-Dielen werden aus postindustriellen Kunststoffabfällen – Polyethylen, Polypropylen oder Polyamid – hergestellt. Im Gegensatz zu WPC-Dielen (Wood-Plastic-Composite) enthalten sie keinerlei Holzfasern. Das bedeutet keinen Nährboden für Pilze und Schimmel, null Wasseraufnahme und vollständige Beständigkeit gegen Fäulnis, Insekten und UV-Strahlung.
Die Farbe ist während der Produktion in den gesamten Querschnitt des Materials eingearbeitet, sodass sie weder abblättert noch sich ablöst. Die Dielen reißen nicht, verziehen sich nicht und bilden keine Splitter. Mehr über den Produktionsprozess selbst können Sie im Artikel nachlesen Wie entstehen Ecoplank-Bretter? Vom Abfall zur Terrasse.
Welche Bretter und Pfosten für den Zaun wählen
Für den Zaunbau eignet sich am besten das Nut-und-Feder-Brett. Dank des Nut- und Feder-Verbindungsystems liegen die einzelnen Elemente dicht aneinander und bilden eine stabile, gleichmäßige Fläche. Diese Lösung bewährt sich sowohl bei blickdichten Zäunen als auch bei Zaunfeldern, die eine höhere Steifigkeit erfordern.
Die Konstruktion stützen Vierkantpfosten 90×90 mm – ebenfalls aus Recyclingmaterial hergestellt, in 1 und 2 Metern Länge erhältlich. Die Pfosten können direkt im Erdreich verankert oder auf Punktfundamenten befestigt werden. Sie erfordern keinerlei Imprägnierung oder Anstrich, selbst im im Erdreich versenkten Teil nicht.
Das volle Sortiment an Brettern und Pfosten finden Sie in den Kategorien Bretter aus Recyclingmaterial und Pfosten und Pfähle.
Montage eines Zauns aus Recyclingbrettern
Recyclingdielen lassen sich mit standardmäßigen Holzbearbeitungswerkzeugen schneiden, bohren und fräsen. Die Montage unterscheidet sich nicht wesentlich von der Arbeit mit herkömmlichem Material, mit einer wesentlichen Ausnahme – die thermische Ausdehnung des Kunststoffs muss berücksichtigt werden. Zwischen den Dielen müssen Dehnungsfugen eingehalten werden, damit das Material frei auf Temperaturänderungen reagieren kann.
Das eigentliche Zaunbau kann zu jeder Jahreszeit erfolgen. Die Bretter erfordern weder eine Akklimatisierung noch eine Trocknung, und die fertige Konstruktion ist sofort voll funktionsfähig. Sie muss weder lackiert, geölt noch mit einem Schutzmittel versehen werden.
Was kostet ein Zaun, den man nicht erneuern muss
Die anfänglichen Kosten für einen Zaun aus recycelten Dielen sind oft höher als bei Kiefer oder Fichte. Der Unterschied gleicht sich jedoch schnell aus. Ein Holzzaun muss alle 1–2 Jahre imprägniert werden (150–400 PLN für Materialien) und muss nach 10–15 Jahren meist komplett ersetzt werden.
Der Zaun aus Ecoplank-Lamellen verursacht keinerlei Unterhaltskosten. 30 bis 50 Jahre lang ist kein Streichen, Schleifen oder Austauschen einzelner Elemente erforderlich. Auf die Perspektive von zwei Jahrzehnten gesehen ist das eine Einsparung, die die ursprüngliche Investition übertreffen kann.
Eine ähnliche Haltbarkeit bieten Recyclingbretter auch in anderen Anwendungen – von Terrassen und Balkonen po Stallzäune und Longierzirkel.
Ein Zaun für Jahre, ohne Kompromisse
Ein Zaun aus recycelten Dielen vereint Langlebigkeit, Ästhetik und Wartungsfreiheit in einer Lösung. Er verrottet nicht, reißt nicht und erfordert keine jährlichen Schutzbehandlungen. Einmal aufgestellt, übersteht er problemlos mehrere Jahrzehnte in unveränderter Form – unabhängig von Wetter, Jahreszeit oder der Nähe zu feuchtem Boden. Und ganz nebenbei bedeutet jede solche Konstruktion 200 Tonnen Kunststoff pro Monat, die statt auf der Mülldeponie in den Kreislauf zurückgeführt werden.
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